🌙 Der zerbrochene Mond

Der Hase und der Fuchs saßen am Ufer eines kleinen Sees.

Der Hase blickte ins Wasser und erschrak.

„Der Mond ist zerbrochen …“

Der Fuchs lächelte und setzte sich neben ihn.

„Schau noch einmal genau hin.“

Der Hase sah die Wellen, die das Wasser bewegten.

Nach und nach wurde der See ruhiger.

Und plötzlich war auch der Mond wieder ganz.

„Der Mond war nie zerbrochen“, sagte der Fuchs leise. „Nur das Wasser war unruhig.“

🌙 So ähnlich ist es auch mit unserem Inneren.

Wenn unsere Gedanken laut werden oder Sorgen unser Herz füllen, verändert sich oft nicht die Wirklichkeit – sondern unser Blick auf sie.

Plötzlich wirken Herausforderungen unlösbar.
Ein Fehler fühlt sich an wie ein Versagen.
Ein Blick wird zu Ablehnung.
Ein Schweigen zu einer Zurückweisung.

Nicht, weil es wirklich so ist.

Sondern weil wir die Welt immer durch unsere Gedanken und Gefühle betrachten.

Was wir denken, beeinflusst, wie wir fühlen.
Und was wir fühlen, beeinflusst, wie wir handeln.

Manchmal ziehen wir uns zurück.
Manchmal geben wir vorschnell auf.
Manchmal machen wir uns Vorwürfe – obwohl wir gar nicht alle Fakten kennen.

Deshalb kann es so wertvoll sein, einen Moment innezuhalten und sich zu fragen:

✨ Ist der Mond wirklich zerbrochen – oder ist nur das Wasser gerade unruhig?

Denn genauso wie der Mond nie zerbrochen war, ist oft auch unser Leben nicht so hoffnungslos, wie es sich im ersten Moment anfühlt.

Manchmal brauchen wir keine neue Wirklichkeit.

🤍 Manchmal braucht nur unser Herz einen Moment der Ruhe, damit wir wieder klar sehen können.

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🌙🤍✨

Veröffentlicht von Katharina Strätling

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