Wir sind es gewohnt, auf Ziele hinzuarbeiten.
Wir wollen gelassener werden.
Selbstbewusster.
Freier.
Stärker.
Wir wollen alte Muster loslassen, Ängste überwinden, bei uns ankommen.
Und all das kann wertvoll sein.
Aber manchmal passiert dabei etwas sehr Unscheinbares:
Wir beginnen, unser gegenwärtiges Ich nur noch als eine Zwischenstation zu betrachten.
Als jemanden, der noch nicht dort ist, wo er eigentlich sein sollte.
⏳ Und plötzlich richtet sich unser Blick ständig nach vorne.
🔹 Wenn ich erst gelassener bin …
🔹 Wenn ich diese Angst endlich überwunden habe …
🔹 Wenn ich mich endlich so annehmen kann, wie ich bin …
🔹 Wenn ich bei mir angekommen bin …
Dann werde ich endlich glücklich sein.
Aber was passiert mit dem Menschen, der ich jetzt bin?
🔸 Mit dem Teil in mir, der gerade Angst hat?
🔸 Der zweifelt?
🔸 Der traurig ist?
🔸 Der wütend ist?
🔸 Der sich nach Veränderung sehnt und gleichzeitig noch nicht weiß, wie sie aussehen soll?
Wenn ich ständig versuche, diesem Zustand zu entkommen, bin ich nicht wirklich mit mir verbunden.
Ich bin bei der Version von mir, die ich irgendwann sein möchte.
⚠️ Und vielleicht liegt genau darin eine der größten Blockaden persönlicher Entwicklung.
Denn Veränderung entsteht nicht immer dadurch, dass wir uns möglichst schnell von dem entfernen, was gerade ist.
Manchmal entsteht sie genau dann, wenn wir aufhören, vor dem, was gerade ist, davonzulaufen.
Wenn wir bleiben.
Hier.
Jetzt. 🛑
🔸 Bei dem Gefühl, das gerade da ist.
🔸 Bei dem Gedanken, der gerade auftaucht.
🔸 Bei der Wahrheit, die vielleicht unbequem ist.
🔸 Bei dem Teil von uns, den wir am liebsten verändern würden.
Nicht, um dort für immer zu bleiben.
Sondern um ihn erst einmal wirklich kennenzulernen.
💡 Denn nur was wir wahrnehmen, können wir verstehen.
Und nur was wir verstehen, können wir aus einer inneren Freiheit heraus verändern.
Vielleicht musst du also nicht ständig fragen:
„Wie komme ich dorthin?“
🔍 Vielleicht ist die wichtigere Frage:
„Was ist jetzt gerade wirklich in mir?“
❓ Was fühle ich?
❓ Was denke ich?
❓ Was brauche ich?
❓ Was versuche ich gerade zu vermeiden?
❓ Und was würde passieren, wenn ich für einen Moment nichts an mir verändern müsste?
🧘♀️ Vielleicht ist dein Weg zu dir selbst deshalb kein Weg zu einem bestimmten Ziel.
Vielleicht ist es die Fähigkeit, immer wieder dort anzukommen, wo du gerade bist.
Im Hier und Jetzt.
Nicht als resigniertes „Dann bleibe ich eben so“.
Sondern als tiefes:
„Ich sehe mich. Ich nehme wahr, was ist. Und von hier aus darf sich etwas verändern.“ ✨
Denn vielleicht liegt die größte Kraft der Veränderung nicht darin, jemand anderes werden zu wollen.
Sondern darin, dem Menschen, der du jetzt gerade bist, so ehrlich zu begegnen, dass Veränderung nicht mehr erzwungen werden muss.
Vielleicht ist das der eigentliche Weg.
Nicht weg von dir.
Sondern immer tiefer zu dir. 🗝️
Und vielleicht ist genau deshalb dein Weg zu dir selbst niemals ein Ziel.
Dein Weg zu dir Selbst 🪷
Psychologische Beratung
Intuitiv geführte Lebensberatung
http://www.katharina-straetling.de
